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Chronik der Bogenabteilung – der Beginn

Die Bogenabteilung ist Bestandteil des traditionellen Schützenvereins St. Hubertus 08 Siegburg. Sie entwickelte sich 1979 unter der Federführung von Antonius Schega aus der Bogensportgruppe Wahn. Toni Schega widmete seine gesamte Zeit und sein gesamtes Engagement unserem Verein.
Er war ausgebildeter C-Trainer und nationaler Kampfrichter. Die Zahl der durch ihn trainierten Schützen ist nicht mehr zu zählen. Leider verstarb Toni 1995 viel zu früh.

Anfangs wurde zum Teil im Fliegerhorst Wahn trainiert. Mit der Fertigstellung des neuen Schießgeländes Am Grafenkreuz wurde dann das gesamte Freilufttraining 1981 nach Siegburg verlegt.

Seit Anfang an wurde eine rege Partnerschaft mit den Dunstable Bowmen aus England gepflegt. Die jährlichen Besuche sind bis heute ein Highlight im Terminkalender. Norbert Ritschel war in den ersten Jahren die treibende Kraft um die Besuche zu organisieren. Auch er verstarb viel zu jung im Jahre 1985.

Der Großteil der frühen Schützen stammte aus Köln Porz und Wahn. Allerdings bestand die Abteilung nur aus ca. 10 - 20 Schützen. Die ersten nennenswerten Erfolge wurden den Schützen Horst Graf und Stefan Kux zuteil, welche in den Jahren 1980 und 1981 jeweils den 1000er und den 1100er FITA-Stern errangen (Geschossen wurde mit Alu-Pfeilen, Holzwurfarmen und Dacron- bzw. Kevlar-Sehnen. Erst die Carbonpfeile und die FastFlight-Sehnen brachten in den Jahren 1984 -1987 die Ergebnisse, wie sie heute geschossen werden).

Erste Erfolge

Herbert Schaede war jahrelang einer der besten Rollstuhlschützen Deutschlands und konnte unzählige Titel auf seinem Konto verbuchen. Ferner bildete er einige später sehr gute Schützen aus. Daniel Schega konnte seine ersten Erfolge in der Schüler und Jugendklasse verbuchen. Jahrelang erfolgreich war Norbert Meier, der beim Feldbogenschießen auf Landesmeisterschaften immer zum Favoritenkreis zählte.

Im Jahre 1984 richteten wir dann die Landesmeisterschaft Feldbogen im Steinbruch Eisenblätter aus. Hierfür wurden erstmals die neuartigen Ethafoam-Scheiben benutzt. Manfred Hohn baute eine hervorragend funktionierende Ampelsteuerung, die neben der Anschaffung von 40 Turnierscheiben die Grundlage für das Ausrichten zweier FITA Turniere im Siegburger Stadion in den Jahren 1982 und 1983 bildete.

Die 80er Jahre

Die ersten sportlichen Erfolge stellten sich schon Anfang der 80erJahre ein. Von den Erwachsenen erzielten den 11OOer FITA Stern die Schützen Stefan Kux und Horst Graf.
Bei den Feldbogenschützen ragte durch seine mehrmalige Teilnahme an den DM Feld Norbert Meier heraus. ..
Erste Erfolge erzielten die Nachwuchsschützen Rainer Piepereit und Daniel Schega
Beide nahmen später an Landesverbands-und Deutschen Meisterschaften teil Rainer Piepereit wurde hier ein paar Mal Landesmeister bzw. er konnte sich bei der DM Feld unter den ersten 10 platzieren.
Daniel Schega konnte ebenfalls ein paar Mal die Plätze I bis 3 bei den LM Feld belegen und nahm an der DM Feld teil.
In den 80er Jahren wurden die meisten Erfolge noch mit Alu-Pfeilen erzielt, erst ab ca 1988 kamen bei uns die ersten Carbon-Pfeile auf.
Auch mussten die Jugendlichen damals noch von dem Erwachsenenpflock schießen. Auf der Landesmeisterschaft Halle wurden je 30 Pfeile auf 2 x 25m und 2 x 18m geschossen.
1981 nahm Daniel Schega als Schüler in der Jugendklasse an der LM Feld teil und erzielte den
2. Platz. . Auf der LM Halle erreichte er den 4. PI. und die Qualifikation zur DM Halle.
1982 erzielte Ramer Piepeteit a1s Jugendlicher den 4. Platz bei der DM Feld.
1984 schoss Rainer Piepereit seinen 1100er Stern in der Juniorenklasse und Fredy Klostermeyer den 1000er Stern in der AS-Kl.
-richtete die Bogenabteilung die Landesmeisterschaft FITA im Freien in der Kaserne in Porz-Wahn aus.
Rainer Piepereit wurde hier Dritter in seiner Klasse.
1985 waren die Dunstable Bowmen bei den Bogenschützen und nahmen zusammen mit den Rittern aus Düsseldorf: alle in historischen Kostümen, an den Ritterspielen in der Burg Satzwey und an dem Umzug durch den Ort teil.
-erzielte Rainer Piepereit den 1. PI., Norbert Meier (Blankb.) den 2. PI. und Fredy Klostermeyer den 3. PI. bei der LM Feld.
-erzielte Fredy Klostermeyer seinen 1100er Stern sowie den 2. PI. beim Internationalen Bundes-Königsschiessen in Berg.-Gladb. in der AS-Kl.

1986 wurde Daniel Schega in den Landeskader des RSB berufen und nahm an Ländervergleichskämpfen teil.
Als Junior erzielte er den 2. PI. bei der LM FITAi. Fr., den 1. PI. bei der LM Feld und den 3. PI. bei der LM Halle.
-wurde Fredy Klostermeyer Dritter in der AS-Kl. bei der LM Feld.
1987 wurde Damel Schega Landesmeister im Feldbogen bei den Junioren und erzielte auf der LM FITA i. Fr. den 2. PI., außerdem errang er den 1100er Stern in Köln auf einem FITA i. Fr.-Tunier.
Bei den Nordrhein-Westfalen-Meisterschaften errang er die Bronzemedaille.
-nahm Fredy Klostermeyer an der DM Halle in München und an der DM FITAi. Fr. in Eggenfelden teil und erzielte bei der LM Feld den 3. PI. in der AS-Kl. und Norbert Meier den 2. PI. bei den Blankbogenschützen.

1988 nahmen folgende Bogenschützen ( in ) an der DM Halle in Dortmund teil:

Wölfi Schwärzel D-Kl
Jügen Schwärzel S-KL.
Rainer Piepereit S-Kl.


Wölfi Schwärzel kam mit der Silbermedallie und mit der Einstellung des Deutschen Hallenrekords über 18 m zurück, außerdem errang sie die Silbermedaille bei der LM FITA i. Fr.
-erzielte Cordula Höller als erste jugendliche Schützin unserer Bogenabteilung in der Klasse Jugend w Visier die Silbermedaille bei den LM Halle, ebenfalls Silber erreichte hier Wölfi Schwärze! bei den Damen.
-auf der LM Feld in Konz errang Rainer Piepereit die Goldmedaille, Norbert Meier (Blankb.) und Fredy Klostermeyer die Silbermedaille, auch bei den Nordrhein..Westfalen-Meisterschaft bekam Rainer Piepereit die Goldmedaille.
-Daniel Schega nahm in der Schützenklasse Visier an der DM Feld teil. -an der DM FITAi. Fr. in Appenweier nahmen folgende Schützen ( in ) teil:

Wölfi Schwärzel D-Kl.
Rainer Piepereit S-Kl.
Fredy Klostermeyer AS-Kl.


1989 errang Cordula Höller die Goldmedaille in der Jugendkl. w Visier bei der LM Halle und LM FITA i. Fr., außerdem nahm sie im D-

Die 90er Jahre / Feldbogen im Aufbau

1992 gelang es Toni Schega, Norbert Meyer und Peter Lange ein Feldbogengelände zu pachten. Es wurden Stramit-Scheiben fest installiert, so das wir heute über einen der anspruchvollsten Feldparcours in Deutschland verfügen. Hier finden regelmäßig Lehrgänge des Nationalkaders und verschiedener Landeskader statt.

1994 holte Peter Lange den ersten deutschen Meister Titel für den Verein in Bad Wildungen. 1995 errang er nochmals die Silbermedaille in Oldenburg. Es folgte Eberhard Krey mit der Goldmedaille 1996. Er holte auch noch mehrfach Gold mit der Mannschaft mit Burkhard Lange und Manfrid Koch.

1997 musste unser Schiessplatz komplett renoviert werden, da sich eine ehemalige Mülldeponie unter dem gesamten Areal befindet. So wurde leider auch unser alter Bauwagen und der zwischenzeitlich errichtete Unterstand abgerissen.
Heute verfügen wir dafür über ein komplett neues Schützenhaus mit einer 100 m Gewehrbahn, diversen Schiessständen und über eine erheblich größere Bogenschießwiese.

Peter Wasser gelang 1998 die Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Istanbul.

Die Bundesliga und weitere Erfolge

1997 starteten wir unsere Ligamannschaft und schafften den Aufstieg in die erste Bundesliga.

Andre Grawinkel, seit Jahren Mitglied des Nationalkaders, nahm erfolgreich an mehreren Welt- und Europameisterschaften teil. Leider hat er den Verein inzwischen Jahr verlassen und wurde in 2000 Deutscher Vizemeister im Feld und holt dann noch Gold in der FITA. Außerdem belegte er auch noch den 4. Platz bei der WM Feldbogen.
Zur Saison 1999 kam mit Maren Scheurer eine C-Kader-Schützin in unseren Verein. Mit Ihren Eltern schoss sie zwei Jahre für unseren Verein. Sie belegte ständig vordere Plätze auch auf internationalen Turnieren. Die Krönung war die Teilnahme an den Junioren-Weltmeisterschaften 2000 in Paris. Leider gab Maren Ende 2000 das Bogenschiessen auf.

Man kann also ohne Übertreibung sagen, das die 90er die sportlich erfolgreichsten der Vereinsgeschichte waren.

Nach zwei Jahren in der Bundesliga mußten wir leider den Abstieg in die Regionalliga hinnehmen. Wir waren aber neben Berlin die einzige Mannschaft, die nur mit Schützen aus den eigenen Reihen schoss! Alle Anderen hatten Legionäre aus anderen Vereinen in Ihren Reihen. So konnten wir erhobenen Hauptes in die Regionalliga gehen. Im Folgejahr belegten wir souverän den ersten Platz, verzichteten aber auf den Aufstieg, da wir leider nur noch zu dritt waren und damit das Risiko zu groß , einen Wettkampf nicht bestreiten zu können. Dann nahm Rainer Piepereit nach Jahren der Abstinenz den Bogensport wieder auf. Mit ihm schafften wir dann den Aufstieg in die neu eingerichtete 2. Bundesliga. Mit viel Pech stiegen wir wieder ab, um dann in 2005 als überlegene Erstplazierte wieder aufzusteigen.
Leider musste Rainer uns aus beruflichen Gründen in Richtung München verlassen. So ist der Klassenerhalt in 2006 kaum zu schaffen. Wenn man im Duden oder Lexikon den Begriff Fahrstuhlmannschaft aufschlägt, wird man wahrscheinlich ein Bild von uns finden.

Unser Robin-Hood-Turnier / Weitere Groß-Ereignisse

Das Robin Hood Turnier erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Mit Unterstützung der Fa. Blackfoot ,Köln, konnten wir einen Kurs mit 30 3D-Tieren stellen. Die von Cordula Höller selbst gebauten Riesen-Tiere (Büffel, Hubertus-Hirsch) gaben dem Turnier eine persönliche Note. Auch die Kochkünste von Bernhard Jansen und das geschickte Händchen von Rudi Klissenbauer und Peter Lange bei der Gestaltung des Parcours machten das Siegburger Robin Hood Turnier zum beliebtesten Ein-Tages 3D-Turnier weit und breit. Meldungen von über 250 Teilnehmern führten in den Folgejahren dazu, das das Turnier schon Monate vorher ausgebucht war. Rechtzeitige Anmeldung ist also unbedingt erforderlich.

Mitlerweile haben wir einen sich ständig erweiternden Pool an 3D Zielen und dadurch einen Trainigsparcours mit mehr als 30 3D-Zielen und 20 Scheiben, der höchsten Anforderungen entspricht. Der Nationalkader und verschiedene Landeskader kommen deshalb regelmäßig zu uns, um hier Lehrgänge abzuhalten.

In den Jahren 2000 bis 2004 richteten wir mehrere Landesmeisterschaften und Ranglistenturniere aus. Aufgrund der Erfahrung von Peter Lange und Rudi Klissenbauer bekamen wir vom Deutschen Schützenbund den Auftrag, den Feldbogenwettkampf bei den World Games 2005 in Duisburg auszuricheten. Damit verbunden war die Ausrichtung der Deutschen Meisterschaft 2004 an gleicher Stelle. Die Krönung dieser DM war natürlich die Goldmedaille von Marie Hoes in der Junioren Blankbogenklasse.

Mit ca. 20 Mitgliedern haben wir es geschafft, (laut FITA) einen der schönsten und spannendsten Wettkämfe in der Geschichte des Internationalen Feldbogensports auszurichten.

 

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